Rainer Maria Löckener - Immobilienbewertung
öffentlich bestellter und vereidigter sowie zertifizierter Sachverständiger  

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14.04.2020

Verhalten anlässlich der CORONA-Pandemie

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat im Zusammenhang mit der CORONA-Pandemie allgemein verfügt, dass jeder angehalten ist, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer es möglich ist, sollte ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,5 m, besser 2,0 m, eingehalten werden. Für das Verlassen der eigenen Wohnung müssen triftige Gründe vorliegen, dies gilt auch für die Ausübung der beruflichen Tätigkeit.

Das bedeutet, dass auch in Zeiten von Corona (COVID-19) die berufliche Tätigkeit als Sachverständiger für Immobilienbewertung fortgeführt wird. Meine Büros in Nürnberg und Bad Reichenhall sind aber zu normalen Geschäftszeiten nur eingeschränkt besetzt, Besuche oder Besprechungen mit betriebsfremden Personen finden innerhalb der Büroräume nicht mehr statt.

Bewertungsrelevante Unterlagen oder Hinweise zum Bewertungsobjekt, Gebäudeunterlagen, Flächenberechnungen, Energieausweis oder das letzte Protokoll des Kaminkehrers (bei Wohnungen auch die Hausgeldabrechnungen der Hausverwaltung oder die Protokolle der Eigentümerversammlung, jeweils der letzten beiden Jahre) sollten dem Sachverständigen noch vor dem Ortstermin schriftlich übermittelt werden. Dabei ist die Überlassung per Mail zu bevorzugen, damit kein Austausch von Papier bzw. Dokumenten erfolgt. Durch die eingeschränkte Besetzung bei den Behörden, ist die Beschaffung von Unterlagen durch das Sachverständigenbüro bis auf Weiteres stark eingeschränkt, vereinzelt gar nicht möglich.

Eine Ortsbesichtigung findet grundsätzlich nur in kontaktreduzierter Form statt.

Der Sachverständige muss jedoch bei gerichtlichen Aufträgen grundsätzlich sicherstellen können, dass alle Beteiligten die Möglichkeit der Teilnahme am Ortstermin haben und damit Parteiöffentlichkeit bei der Beweisaufnahme gewährleistet ist. Ist dies aufgrund aktueller Beschränkungen nicht gegeben oder widerspricht eine Partei der Durchführung mit dem Hinweis darauf, wegen der Ansteckungsgefahr derzeit nicht an einer Ortsbesichtigung teilnehmen zu können/wollen, muss der Sachverständige dies dem Gericht mitteilen und sich vom Gericht das weitere Vorgehen anweisen lassen.

Gibt es zum Zeitpunkt des geplanten Ortstermins Verdachtsmomente bei Teilnehmern, wie erhöhte Körpertemperatur oder trockener Husten, sollte der Termin auf keinen Fall stattfinden und rechtzeitig abgesagt werden. Auf das Händeschütteln wird generell verzichtet, der Sachverständige und mögliche Mitarbeiter werden die Besichtigung aller Räume möglichst ohne Begleitung fremder Personen durchführen. Des Weiteren werden zur allgemeinen Sicherheit ggf. Gummi-Handschuhe und eine Atemschutzmaske getragen.



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